Kamp-Promenade wird 15 - der Zeitungsartikel

Mit Bienen auf Kurs in die neue Zeit

Kamp-Promenade ist 15 Jahre alt geworden: Shopping-Center zieht viele Menschen an – Leiter lobt Osnabrück

Osnabrück (jel) – Überdurchschnittliche Passantenfrequenz, positive Umsatzentwicklung: Nach Meinung von Centermanager Bernard Banning gehört die Kamp-Promenade zu den beliebtesten Einkaufsstandorten in der Osnabrücker Innenstadt. Das offene Shoppingcenter, das sich aus fünf eigenständigen Gebäuden zusammensetzt, ist dieses Jahr 15 Jahre alt geworden und hat gerade mit zahlreichen Aktivitäten seinen Ehrentag gefeiert.

Banning ist gut zufrieden: „Mit Neuzugängen wie Blume2000 und Søstrene Grene, dem Ausbau der Stadtbäckerei und ab November mit Rieker-Schuhe als neuem Mieter sind alle 22 Einzelhandelsflächen vergeben.“ Insgesamt stehen in der Kamp-Promenade mehr als 20 000 qm für Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleister zur Verfügung. Neben den Einzelhändlern sind acht Büromieter darin untergebracht.

Nach den Worten von Banning verfügt das Einkaufsquartier über einen attraktiven Sortimentsmix, der neben Mode und Wohn-Accessoires insbesondere auch den Bereich Elektronik sehr gut präsentiert. Saturn und TK-Maxx sind als größte Betreiber die wichtigen Frequenzbringer. „Aber es ist eben vor allem auch der umfangreiche Mix an unterschiedlichen Geschäften, der zu den guten Besucherzahlen führt. Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist zudem die Aufenthaltsqualität, zu der neben der architektonischen Gestaltung der Gebäude um den offenen Platz die Gastronomie und der Service aller Geschäfte beitragen“, so Banning. „Gerade im Sommer, wenn viele Menschen draußen in den Cafés sitzen, ist zu merken, dass die Kamp-Promenade wirklich zu einem Teil von Osnabrücks lebendiger Innenstadt geworden ist“, freut sich der aus Lengerich stammende Banning, der das Center seit etwas mehr als zwei Jahren mit einem kleinen Team leitet.

Zur Aufenthaltsqualität trägt laut Banning bei, dass laufend Aktionen wie der „Kamp-Tag“ (jeden 1. Samstag im Monat) stattfinden. „Wir wollen Kunden und Besucher immer wieder mit Mitmachaktionen, kleinen Gewinnspielen oder Show-Acts überraschen.“ Eine wichtige Rolle im Marketing der Kamp-Promenade spielt das Maskottchen Piet. „Es ist toll, wie Piet mittlerweile mit uns verbunden wird – ich freue mich immer besonders über die Reaktionen von Kindern. Gerade hat Piet übrigens eine Patenschaft für einen Pelikan im Zoo übernommen.“

Wie Banning erklärt, soll mit der Tierpatenschaft auf das Thema „Verantwortung für die Umwelt“ aufmerksam gemacht werden. Dazu gab es auch eine Themenwoche mit zahlreichen Aktivitäten. „Wir nehmen das Thema sehr wichtig und haben bereits zahlreiche Maßnahmen dazu umgesetzt. Wir nutzen zum Teil Erdwärme, arbeiten mit Wärmerückgewinnung, verwenden grünen Strom, die Dächer sind extensiv begrünt. Im Frühjahr haben wir auf einem der Dächer einen Bienenstock installiert und im Rahmen einer Bastelaktion dazu insektenfreundliche Blumen und Kräuter gepflanzt.“ Kooperationen mit regionalen Einrichtungen möchte Banning künftig verstärken. „Wir wollen uns noch mehr für Vorhaben in der Region einsetzen“, sagt er. Banning sieht Osnabrück als „tolle Einkaufsstadt“ mit einer großen Anziehungskraft bis weit in die Region hinein. „Es kommen deutlich mehr Menschen zum Einkaufen nach Osnabrück als hier leben“, sagt Banning. „Entscheidend sind das angenehme Ambiente der sympathischen Einkaufsstadtstadt, die großen Häuser mit ihrer überregionalen Anziehungskraft und einzigartigen Konzepten wie bei L&T und natürlich auch die vielen inhabergeführten Geschäfte mit ihren speziellen Sortimenten. In den Boom-Zeiten des Internet-Versand-Handels ist es für alle stationären Einzelhändler nicht immer einfach, sich am Markt zu behaupten, aber das Internet wird nie eine Einkaufsatmosphäre schaffen können, die ein Besuch der Innenstadt bietet“, meint er.

Neue Serviceangebote wie Lieferdienste oder die Möglichkeit, Internetbestellungen in Geschäften abzuholen, werden nach seiner Meinung immer wichtiger, aber längst nicht alle Kunden erwarteten so etwas. „So etwas wird geschätzt und auch gut angenommen – aber für viele Kunden ist wichtig, dass sie die Artikel sehen, fühlen, an- und ausprobieren und dann gleich mit nach Hause nehmen können. Entscheidend ist, dass neben dem Service ein ‚Einkaufserlebnis‘ geboten wird.“

In diesem Zusammenhang wäre nach der Meinung von Banning das Einkaufscenter am Neumarkt eine gute Entwicklung für die Stadt gewesen. „Es hätte sich natürlich eine neue Konkurrenzsituation ergeben. Aber in der Form, wie es zuletzt doch sehr abgespeckt geplant war, wäre es für uns noch verträglich gewesen. Entscheidend war aber, dass es für Osnabrück ein weiterer Anziehungspunkt gewesen wäre und für eine bessere Verbindung mit dem südlichen Teil der Innenstadt gesorgt hätte“, sagt Banning. „Es ist nicht entscheidend, was dort entsteht, Hauptsache, es entsteht etwas. Aus meiner Sicht ist fast alles zu begrüßen, dass diesen ‚Schandfleck‘ beseitigt. Die Kundenfrequenz von der anderen Seite des Neumarkt in Richtung Große Straße ist zu niedrig und geht immer mehr zurück. Mit der Fertigstellung des gesamten Neumarktes kann sich langfristig ein Dreieck aus Kamp-Promenade, Große Straße und südlicher Innenstadt ergeben“, meint er.

Eigentümer der Kamp-Promenade ist die Westinvest-Gesellschaft für Immobilienfonds, die zur Deka-Gruppe der Sparkassen gehört. Verwaltet wird sie von der Hamburger Völkel-Company- Shoppingcenter-Management-Gesellschaft, die über 20 Handelsimmobilien führt. Nächste Aktionen sind „Back To School“ (19.10.) und ein „Lichterfest“ (1./2. 11.). Infos: www.kamp-promenade.de.

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