Lange Schlange vor „Søstrene Grene“

Dänische Kaufhauskette eröffnet Filiale in der Kamp-Promenade

Der rote Teppich war ausgerollt, ein Streichorchester spielte, und Fabelwesen auf Stelzen sorgten für Aufmerksamkeit. Die Eröffnung von „Søstrene Grene“ in der Osnabrücker Kamp-Promenade hat am 17. Mai 2019 für Aufsehen gesorgt. Die Schlange vor dem Eingang ging zeitweise bis hinaus auf die Große Straße. Rund 150 Leute warteten geduldig darauf, eintreten zu dürfen. Die Ersten hatten sich bereits eine Stunde vor der Eröffnung angestellt.

Einige Passanten fragten belustigt: „Gibt’s hier was umsonst?“. Gab es tatsächlich. Zur Eröffnung verschenkte das Unternehmen an die ersten 150 Besucher einen Klappstuhl. Die meisten Wartenden kennen den Laden schon aus anderen Städten wie Münster oder Berlin. Sie freuten sich, dass es „Søstrene Grene“ nun auch in Osnabrück gibt. Vor allem junge Frauen waren gekommen, aber auch einige Män ner fanden sich unter ihnen, die dann später „die Taschen tragen werden“, wie einer von ihnen mit einem Lachen zur seiner Freundin sagte.

Die Firma „Søstrene Grene“ wurde 1973 vom Ehepaar Knud Cresten Vaupell Olsen und Inger Grene in Aarhus gegründet. Auf Deutsch heißt der Name „die Grene-Schwestern“. Diese Schwestern, Anna und Clara, sind fiktive Figuren, die auf Vorfahren von Inger Grene beruhen. Die eine legt der Legende zufolge vor allem Wert auf die Ästhetik, der anderen ist eher der Nutzen eines Produkts wichtig. Das Unternehmen wird inzwischen vom Sohn der Gründer geführt. Mittlerweile gibt es weltweit mehr als 245 Läden in 15 Ländern. In Deutschland hat die Kette 46 Filialen, die Hälfte eröffnete im vergangenen Jahr. Die Produkte sind meist pastellfarben und im skandinavischen „Hygge“-Stil gehalten. Das Angebot umfasst die Bereiche Kinderzimmer, Aufbewahrung, Inneneinrichtung, Notizbücher, Bad, Geschirr und Dekoration.